Weihnachten ist vorüber, Silvester liegt hinter uns – und ab geht’s in den Garten. Ich genieße das. Schließlich tut ein Bewegung und frische Luft nach den Feiertagen ganz gut. Zudem sind die Tage jetzt recht mild. Beitragsrechnung 2023. Zwar steht nicht so wahnsinnig viel auf der Liste, dafür sind diese Dinge, um so wichtiger. Als Erstes schnippel ich meine Rotbuchenhecke zurück, dann wird Unkraut gezupft und wenn’s mild bleibt, werde ich auch den wuchernden Storchschnabel ausbuddeln, teilen und umsetzen oder meine Hortensien austopfen und ins Beet setzen. Du siehst: Im Garten wird’s nie langweilig. Auch im Januar nicht. Diese 10 Dinge solltest Du in diesem Monat erledigen. Hör‘ einfach in meinen Podcast rein – dort erkläre ich sie Dir ebenfalls…
DEINE KAMELIEN IM WINTER
In diesen Tagen beginnt die Hauptblütezeit der Kamelie. Darum sollten Deine Topf-Kamelien nun so lange wie möglich im Freien bleiben. Die kühlen Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Blütenknospen öffnen. Toll: Bei etwa 6 bis 10 Grad blüht Deine Kamelie draußen bis zu fünf Wochen. Wird es ihr jedoch zu kalt, also ab etwa – 5 Grad, solltest Du sie rein holen – der Hausflur wäre klasse oder der Wintergarten. Drinnen sollte die Temperatur aber nicht mehr als 15 Grad betragen. Hast Du Deine Kamelie an ein geschütztes Plätzchen im Garten gepflanzt, wird sie mit ein wenig Glück den Winter im Freien überleben. Allerdings musst Du immer damit rechnen, dass die Knospen erfrieren oder die Blüten durch den Frost braun werden. Daher solltest Du sie unbedingt bei schlechter Wetterlage mit einem Vlies einpacken..
IM JANUAR SAMEN AUSWÄHLEN UND BESTELLEN
Der günstigste Weg, um Deinen Garten mit den schönsten Farben und dem leckersten Gemüse aufzupeppen, sind Samen aus dem Tütchen. Im Januar kannst Du sie ganz entspannt aussuchen und bestellen. Ohne Eile recherchierst Du nun im Gartencenter, surfst durchs Internet und wälzt die Kataloge der Gärtnereien. Es lohnt sich, das Angebot zu vergleichen. Immerhin war die Auswahl noch nie so riesig wie heute – egal, ob lokales, exotisches oder biologisch angebautes Saatgut. Und solange Du die Samen noch diesen Monat bestellst, bleibt Dir genügend Zeit, um sie auszusäen und die Pflänzchen schließlich großzuziehen.
SCHMUTZ & SCHIMMEL IM FUTTERHAUS ENTFERNEN
Du bietest den Piepmätzen den Winter über in Deinem Garten etwas zu futtern an? Toll! Achte aber bitte auf die Hygiene im Futterhaus. So manche Krankheit kann für die Vögel tödlich sein. Darum solltest Du mindestens einmal pro Woche das Futterhaus reinigen – Du musst den Vogelkot rausfegen und das Häuschen mit heißem Wasser auswischen. Falls Dir das zu aufwändig ist, kannst Du den Boden des Futterhauses mit Zeitungspapier auslegen. Das Papier wird von Dir wöchentlich ausgetauscht. So kann im Häuschen kein Futter faulen oder schimmeln und die Piepmätze bleiben gesund.
LOHNT SICH: JETZT DIE DAHLIEN VERMEHREN
Auch Dahlien lassen sich durch Stecklinge vermehren. Dafür musst Du in diesen Tagen die eingelagerten Knollen aus dem Keller holen und in einen mit frischer Erde befüllten Topf setzen. Das Ganze stellst Du auf eine helle Fensterbank. Nach ungefähr 3 Wochen haben sich aus dem Stängelhals der Dahlie 4 Zentimeter lange Triebe gebildet. Die Triebe zupfst Du vorsichtig ab und entfernst die oberste Blattpaare. Danach tupfst Du das untere Ende jedes Stängels in Wurzelfix aus dem Gartencenter und pflanzt sie in ein Gefäß mit Anzuchterde. Darüber ziehst Du einen Gefrierbeutel und schon geht’s zurück auf die helle Fensterbank. 4 Wochen musst Du das neue Pflänzchen regelmäßig und vorsichtig gießen, außerdem hin und wieder den Beutel lüften, damit es frische Luft bekommt. Schließlich zieht die neue Dahlie in einen größeren Topf um. Im Mai wandert die Pflanze ins Freie. Noch ein Tipp: Bevor Du die neue Dahlie ins Beet setzt, gewöhne sie an die Außentemperaturen. Das gelingt am einfachsten an einem windstillen und ruhigen Plätzchen auf der Terrasse oder dem Balkon.
DEN KOMPOST NICHT VERGESSEN
Es ist wichtig, dass Dein Kompost auch im Januar umgesetzt wird. An einem kühlen Wintertag gibt’s ohnehin kaum etwas Besseres, um sich im Garten zu betätigen. Also greifst Du zur Grabegabel und legst los – das Unterste muss nach oben, das Rechte nach links und umgekehrt. Auch wenn das Kompostieren hauptsächlich durch Wärme geschieht, ist es doch wichtig, dass genügend Sauerstoff zugeführt wird. So werden die Bakterien stimuliert, die die Küchenabfälle und das andere Material verdauen. Und das erzeugt schließlich die notwendige Wärme – sogar im Winter. Tipp: Streue schon im Januar fertige Komposterde aus. So kann sie bis zum Frühjahr von Würmern und dem Wetter in den Boden eingearbeitet werden und die Beete sind in Frühjahr sofort startklar für die Aussaat.
DER WEIHNACHTSBAUM WIRD WINTERSCHUTZ
Es ist jedes Jahr das Gleiche: Weihnachten ist vorbei und der Christbaum muss raus. Aber wohin mit dem guten Stück? Auf den Müll? Nein! Anstatt den Baum wegzuschmeißen, nutzt Du die Tanne nun im Garten. Dort wird sie als Winterschutz weiter verwertet. Dafür sägst Du die einzelnen Zweige ab und und legst sie schützend zwischen Deine Rosen und Deine Hortensien oder auf Deine Beete. Den Stamm der Tanne zersägst Du schließlich noch in handliche Stücke. Mit ihnen kannst Du am Ende des Tages den Feuerkorb beheizen. Lade doch Deine Nachbarn dazu ein. Jeder bringt Glühwein oder etwas Gebäck mit und schon feiert ihr ein kleines, winterliches Beisammensein im Garten. Das könnte eine wirklich gemütliche Runde werden.
JETZT SCHON NISTKÄSTEN AUFHÄNGEN
In einem milden Winter gehen die Vögel früh auf Wohnungssuche. Darum solltest Du bereits im Januar die alten Nistkästen reinigen oder neue aufhängen. Beim Befestigen der Nistkästen musst Du einiges beachten: Sie sollten mindestens zwei bis drei Meter hoch hängen und zwischen ihnen ein Mindestabstand von zehn Metern bestehen. So ist gewährleistet, dass die Vogelfamilien sich nicht in die Quere kommen. Das Einflugloch des Nistkastens zeigt nach Osten oder Südosten. So wird die eingezogene Vogelfamilie vor großer Hitze geschützt. Damit kein Regen eindringt, hängt ihr neues Zuhause leicht nach vorne über. Willst Du den Nistkasten in einem Baum anbringen, benutze rostfreie Alu-Nägel oder einen Drahtbügel, der den Baum nicht verletzt. Noch ein Hinweis: Lass die Nistkästen ruhig bis zum nächsten Januar hängen. So können Vögel, Kleinsäuger und Insekten sie nach der Brutsaison zum Schlafen und Überwintern nutzen.
EINMAL PRO WOCHE DAS LAGER KONTROLLIEREN
Es schadet nicht, im Januar einmal pro Woche nach der Ernte aus dem Garten zu schauen. Nur so kannst Du rechtzeitig eingreifen, wenn Dein eingelagertes Obst und Gemüse zu verderben drohen. Achte bei Deinen Kontrollen vor allem auf ein weißes, watteartiges Geflecht. Das ist der Sclerotinia-Pilz, ein gefährlicher Lagerschädling. Befallenes Gemüse musst Du fix entfernen, denn der Pilz breitet sich rasend schnell aus und in Nullkommanix ist alles verdorben. Nach Deinem eingelagerten Obst musst Du nun ebenfalls sorgfältig schauen. Sortiere angefaulte Früchte aus. Auch sie könnten andere anstecken. Falls Du in Deinem Schuppen Äpfel lagerst, stelle die Kisten rechtzeitig vorm Frost dicht zusammen. Packe Deinen Obstvorrat mit einer Luftpolsterfolie ein und lege Decken drüber. So sollte die eingelagerte Ernte unbeschadet auch stärkere Fröste überstehen.
MUSS MANCHMAL SEIN: IM JANUAR DIE RANKGITTER ERNEUERN
Da Deine Kletterpflanzen im Januar keine Blätter tragen, könntest Du den Monat nutzen, um nach den Rankgerüsten und Rosenbögen zu schauen. Benötigen sie vielleicht einen neuen Anstrich? Müssen sie eventuell ausgetauscht werden? Sind die Halterungen noch okay? Schneide einfach die Kletterpflanze so weit zurück, dass vier bis fünf kräftige Haupttriebe übrig bleiben. Die löst Du vom Rankgerüst und legst mit den Renovierungsarbeiten los. Hast Du alles erledigt, führst Du die Triebe einfach wieder durch das Gitter. Fertig.
JETZT WERDEN KRANKE BÄUME IM GARTEN GEFÄLLT
Hin und wieder muss man sich trennen. So ist es auch mit unheilbar kranken Bäumen im Garten oder der Mega-Tanne, die aufs Haus zu stürzen droht. Beides muss gefällt werden. Der Januar ist die beste Zeit dafür. Aber Achtung: Viele Gemeinden und Städte haben eine Baumschutzsatzung, die verbietet, Bäume ab einem bestimmten Umfang einfach so zu fällen. In so einem Fall benötigst Du eine Genehmigung. Den Baum solltest Du übrigens nur selber fällen, wenn Du über die notwendige Erfahrung verfügst. Hast Du die nicht, lass das lieber von einem Fachmann erledigen. Du kannst das Holz aber kamingerecht zurecht sägen. Das macht Spaß – vor allem, wenn man mit der richtigen Säge arbeitet.




















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