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GEWÄCHSHAUS IM NOVEMBER: 5 DINGE, DIE DU JETZT ERLEDIGST

Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und den Winter kann man schon riechen. Jetzt wird es  langsam wieder ziemlich eng in meinem kleinen Gewächshaus. Schließlich ziehen die ersten frostempfindlichen Pflanzen ein und darum reiht sich nach und nach ein Kübel an den anderen. Jeder Zentimeter wird hier nun für den Winterschlaf genutzt. Doch bevor endgültig Ruhe einkehrt, gibt es noch einiges zu erledigen. Hier kommen meine fünf wichtigsten Arbeiten für den November.

 

 

Das Ende der Saison im Gewächshaus. Jetzt wird es fit für die Kübelpflanzen gemacht. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

 

 

1. DACHRINNEN FREI! JETZT MUSS DAS HERBSTLAUB RAUS

Im Staudenbeet oder rund um meine Hortensien ist Herbstlaub als schützende Mulchschicht durchaus willkommen. In den Dachrinnen meines Gewächshauses hat es dagegen nichts verloren. Dort verstopft es schnell den Wasserabfluss. Deshalb entferne ich in diesen Tagen regelmäßig Blätter, Zweige und Moos. Erstaunlich, was sich innerhalb kurzer Zeit dort ansammeln kann. Aber Vorsicht bei der Kletterpartie! Die Leiter muss sicher stehen, und festes Schuhwerk ist Pflicht. Schließlich möchte ich den November nicht mit einem Gipsbein verbringen. Auch die Regentonnen werden jetzt winterfest gemacht. Ich entleere sie rechtzeitig und trenne die Tonnen gegebenenfalls vom Fallrohr. Sonst kann gefrierendes Wasser den Behälter sprengen. Und das steht nun wirklich nicht auf meinem Wunschzettel.

2. MÄUSE IM GEWÄCHSHAUS? BITTE DRAUSSEN BLEIBEN

Kaum wird es draußen ungemütlich, suchen auch Mäuse nach einem warmen Plätzchen. Mein Gewächshaus scheint dabei besonders beliebt zu sein. Was ich durchaus verstehen kann. Schließlich ist es trocken, windgeschützt und gelegentlich fällt sogar etwas Essbares ab. Trotzdem möchte ich die kleinen Nager lieber draußen wissen. Deshalb bleibt beim Lüften die untere Hälfte meiner Gewächshaustür geschlossen. Nur das obere Fenster wird geöffnet. Außerdem entferne ich herumliegende Samen und Pflanzenreste und verschließe mögliche Schlupflöcher. Sollte sich trotzdem eine Maus einnisten, verzichte ich auf Gift. Das gefährdet schließlich auch andere Tiere. Stattdessen suche ich nach den Zugängen und sichere sie. Wenn Du Lebendfallen einsetzen möchtest, kontrolliere sie mindestens alle paar Stunden, damit die gefangenen Mäuse nicht unnötig lange darin ausharren müssen. Stelle die Fallen an einem geschützten, frostfreien Platz auf und lege etwas Futter hinein, beispielsweise Haferflocken oder Apfelstücke. Fasse gefangene Tiere nicht mit bloßen Händen an. Kläre vor dem Freilassen, wo und wie Du die jeweilige Art tierschutzgerecht aussetzen darfst.

 

 

Rosen, Hortensien, Obstbäumchen – Alles was bei mir im  Kübel auf der Terrasse wächst wandert nun ins Geweächshaus. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

 

 

3. NOPPENFOLIE HÄLT DIE WÄREME IM GEWÄCHSHAUS

Selbst im November kann die Sonne mein Gewächshaus noch ordentlich aufheizen. Was zunächst ganz angenehm klingt, ist für die überwinternden Pflanzen allerdings weniger erfreulich. Die sollen schließlich ihre wohlverdiente Ruhe haben und nicht mitten im November glauben, der Frühling sei ausgebrochen. Deshalb wird an sonnigen, milden Tagen ordentlich gelüftet. Sobald es draußen richtig kalt wird, bekommt mein Gewächshaus eine zusätzliche Isolierung aus Noppenfolie. Die gibt es im Gartenfachhandel, im Baumarkt oder online. Achte beim Kauf auf UV-beständige Folie mit großen Luftkammern und passenden Befestigungsclips. Ich bringe sie von innen an. Das spart Heizkosten und sieht deutlich besser aus, als das ganze Gewächshaus von außen in Plastik einzuwickeln. Schließlich möchte ich meinen Garten nicht in eine Verpackungsstation verwandeln. Wichtig: Türen und Lüftungsfenster müssen frei bleiben. Und eines solltest Du nicht vergessen: Noppenfolie hält die Wärme länger im Gewächshaus, ersetzt aber keine Heizung. Bei längerem Frost wird es sonst auch hinter den Glasscheiben ungemütlich.

4. AB INS WINTERQUARTIER – DIE LETZTEN KÜBELPFLANZEN ZIEHEN EIN

Bevor ich meine letzten Kübelpflanzen ins Gewächshaus schleppe, gibt es erst einmal eine kleine Inspektion. Ich drehe jeden Topf, schaue unter die Blätter und prüfe, ob sich irgendwo ungebetene Gäste verstecken. Schließlich möchte ich keine blinden Passagiere einschleppen. Schildläuse, Wollläuse und andere Plagegeister haben bei mir Hausverbot. Welke, kranke und abgestorbene Blätter werden gleich mit entfernt. Besonders vorsichtig bin ich mit meinem Oleander. Der hat über den Sommer ordentlich zugelegt und lässt sich inzwischen nur noch mit einiger Mühe durch die Gewächshaustür bugsieren. Dabei sollen seine Triebspitzen und Blütenknospen natürlich unbeschadet bleiben. Ich möchte mich im nächsten Sommer ja wieder über seine Blüten freuen. Und dann muss ich mich vor allem bei einer Sache beherrschen: beim Gießen. Im Winter ist weniger eindeutig mehr. Deshalb prüfe ich erst mit dem Finger, ob die Erde überhaupt Wasser braucht. Besonders meine Zitruspflanzen reagieren auf Staunässe empfindlich. Ganz austrocknen dürfen die Wurzelballen allerdings auch nicht. Also lieber einmal mehr kontrollieren als einmal zu viel gießen.

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Die ersten Fröste sind schon durch unsere Gärten gezogen. Nicht weiter schlimm – wir waren schließlich vorbereitet. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

5. FRISCHE SALATE IM NOVEMBER: JETZT WIRD NOCH EINMAL GEERNTET

Auch im November gibt es im Gewächshaus noch etwas zu ernten! Feldsalat und Spinat kommen mit niedrigen Temperaturen gut zurecht. Sind sie rechtzeitig ausgesät worden, können jetzt die größeren Pflanzen geerntet werden. So bekommen die kleineren mehr Platz und Licht. Viel Wachstum ist bei den kurzen Tagen allerdings nicht mehr zu erwarten. Mir geht es um diese Jahreszeit übrigens ähnlich. Auch Schnittlauch lässt sich jetzt ausstechen und eintopfen. Nach einer Kältephase im Freien kann er an einem hellen, wärmeren Platz wieder austreiben. Radicchio und geeignete Kohlarten lassen sich samt Wurzeln ausgraben und geschützt einschlagen. So bleibt die Ernte länger frisch und kann nach Bedarf ins Haus geholt werden. Frischer Salat aus dem eigenen Garten im November – das hat doch was!

UND DANN DARF ES IM GEWÄCHSHAUS RUHIG WERDEN

Sind die wichtigsten Arbeiten erledigt, darf im Gewächshaus langsam Winterruhe einkehren. Ganz ohne mich geht es allerdings nicht. Schließlich muss ich weiterhin die Temperaturen kontrollieren, gelegentlich gießen und an milden Tagen lüften. Aber mal ehrlich: Es gibt doch Schlimmeres, als an einem kalten Novembermorgen mit einer Tasse Kaffee nach seinen grünen Schützlingen zu sehen. Die Pflanzen haben ihre Ruhe, und ich bilde mir zumindest für einen Moment ein, im Garten sei endlich alles erledigt. Und wie sieht es bei Dir aus? Ist Dein Gewächshaus schon winterfest oder stehen noch ein paar Kübelpflanzen auf der Terrasse?

 

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