>>Werbung<< So! Der Sommer ist vorbei, der Herbst in vollem Gange. Wer denkt, er könnte jetzt die Füße hochlegen, kennt seinen Garten allerdings schlecht, denn jetzt gibt’s allerhand zu erledigen. Auch in meinem kleinen Garten geht’s nach den heißen Sommerwochen wieder hoch her: Rosen werden gepflanzt, die Hortensien bekommen ein neues Beet, die Dahlien ziehen um ins Winterquartier, das Gewächshaus wird ausgeräumt und fit für die Kübelpflanzen gemacht, zudem wird geschnippelt, geschnippelt und geschnippelt. Der Herbstschnitt steht an – denn nun ist die beste Zeit, um viele Pflanzen zu stutzen. Mit dem richtigen Werkzeug wird’s ein Kinderspiel. Worauf Du beim Herbstschnitt unbedingt achten musst und welche Pflanzen gekürzt werden sollten, habe ich Dir hier notiert.

AB OKTOBER WIRD GESCHNIPPELT
Bevor sich Deine Pflanzen in die Winterruhe verabschieden, solltest Du sie auf alle Fälle zurückschneiden. Das sorgt für ordentliches Wachstum im kommenden Jahr, zudem kommen Busch und Baum so bestens durch die kalte Jahreszeit. Aber Achtung: Ein kräftiger Rückschnitt ist nur zwischen Anfang Oktober und Ende Februar erlaubt, denn das Bundesnaturschutzgesetz untersagt den Rückschnitt in der Zeit vom 1. März bis 30. September. Brütende Vögel und ihr Nachwuchs sollen nicht gestört werden! Wenn’s dann aber so weit ist, schnippelst Du los; vorm ersten Frost. So haben Äste und Zweige noch die Möglichkeit sich vom Herbstschnitt zu erholen, bevor der Winter Einzug hält.
DAS MUSS GEMACHT WERDEN
Zunächst musst Du alle kranken und toten Äste und Zweige herausschneiden. Dann kürzt Du schwache und sparrige Triebe, schließlich die nach innen und über Kreuz wachsenden Äste. Letztere schnippelst Du knapp über dem Haupttrieb ab. So bekommt die Pflanze mehr Luft und Licht. Insbesondere stark wachsende Büsche sollten so gestutzt werden, dass sie das Wachstum benachbarter Gewächse nicht behindern. Also nicht nur oben und seitlich stutzen, sondern auch unten auslichten. Wichtig: Kranke oder vom Pilz befallene Pflanzenteile gehören NICHT in die Bio-Tonne, ebenfalls nicht auf den Kompost! Das gilt die Blätter der kranken Pflanzenteile. Das kommt alles in den Restmüll. Der gesunde Pflanzenschnitt kommt in den Häcksler. Anschließend verteilst Du das Häckselgut als Mulch zwei Finger dick in Deinen Beeten. Das ist nämlich ein grandioser Frostschutz, vor allem für Flachwurzler wie Hortensien oder Hainbuche.
BÄUME UND STRÄUCHER
Ahorn, Birke und Pappel können einen Herbstschnitt vertragen, auch Deine Obstbäume solltest Du vor der Winterruhe zurückschneiden. Wie schon beschrieben, entfernst Du kranke, abgestorbene und alte Äste samt Blättern. So bleibt den Bäumen reichlich Kraft, um durch den Winter zu kommen. Als Dank werden sie im Frühjahr wieder mächtig austreiben. Aber Achtung: Nicht mit dem Schnippeln übertreiben! Ob Deine Sträucher einen Herbstschnitt benötigen, hängt allerdings ganz von der Pflanze ab: Goldregen, Schneeball, Magnolie und Zaubernuss solltest Du in Ruhe lassen. Brombeeren, Johannis- und Himbeersträuchern würde es allerdings gefallen – Du solltest jedoch die jungen Triebe stehe lassen. An ihnen wachsen die Früchte, die Du im kommenden Jahr erntest. Damit sie gut durch den Winter kommen, sollte der Rückschnitt von Koniferen und anderen immergrünen Pflanzen wie Lorbeerkirsche unbedingt vorm ersten Frost erfolgen. Deinen Schmetterlingsflieder musst Du hingegen erst im Frühjahr zurückschneiden.
DEINE HECKE
Auch Deine Hecke darfst Du erst ab dem 1. Oktober und dann nur bis Ende Februar stutzen – so erlaubt es das Bundesnaturschutzgesetz laut §39. Der Heckenschnitt sollte allerdings bis Ende November erledigt sein. So wachsen keine neuen Triebe, die im Winter erfrieren könnten. Such Dir für den Herbstschnitt einen trockenen Tag aus. Ein bewölkter Nachmittag ist perfekt dafür, dann kann die Sonne die Schnittstellen nicht austrocknen. Achtung: Nach dem Schnitt sollte Deine Hecke unten breiter sein als oben. So ist gewährleistet, dass auch die Pflanzenteile in Bodennähe ordentlich mit Licht und Luft versorgt werden. Stark wachsende Hecken, wie meine aus Rot- oder Hainbuche, benötigen übrigens jedes Jahr einen Rückschnitt.
DIE STAUDEN
Wenn Du willst, könntest Du nun auch Deine mehrjährigen Stauden wie Rittersporn oder Phlox zurückschneiden. Dafür kürzt Du die Staude bis eine Handbreit über den Boden und sammelst alle abgestorbenen Blätter ein. Ich finde aber, es reicht vollkommen, wenn wir im Herbst Bäume und Sträucher zurückschneiden. Meine Stauden lasse ich auch verblüht bis zum Frühjahr stehen. Schließlich finden dort Insekten Unterschlupf und Schutz vor Frost und eisigen Winden, zudem bieten die Samenstände den zu Hause gebliebenen Vögeln wertvolle Nahrung. Auch Pfingstrosen sollten im Herbst nicht geschnitten werden. Ihr Laub legt sich wie ein Teppich auf ihren Wurzelbereich und bietet ihm damit einen idealen Winterschutz. Gleiches gilt für Ziergräser. Kurz: Bei den meisten Stauden ist ein Rückschnitt zwar möglich, aber nicht nötig.
DAS RICHTIGE WERKZEUG
Mit dem richtigen Werkzeug geht alles einfacher und fixer – das gilt auch für den Herbstschnitt. Vorm Benutzen muss es immer sauber und scharf sein. Stumpfe Scheren verletzen Pflanzen, Schädlinge und Pilze können über Wunden eindringen und im schlimmsten Fall die Pflanze eingehen lassen. Du sollest Dir eine gute Amboss-Schere zulegen. Damit kannst Du dickere Zweige kürzen. Ich schneide starke Äste immer mit meiner GTA 26 von Stihl zurück. Der Gehölzschneider arbeitet wie eine kleine Kettensäge. Gerne nutze ich die dazugehörige Verlängerung. So muss ich selbst für den Baumschnitt nicht auf die Leiter. Natürlich solltest Du ebenfalls eine gute Heckenschere besitzen. Achte auf Qualität. Machst Du es nicht, wirst Du Dich garantiert später ärgern. Ich habe gute Erfahrungen mit der HSA 40 von Stihl gemacht. Ebenso wie die GTA 26 wird auch die HSA 40 mit den gleichen Akkus betrieben. Eine Baumschere mit Seilzug an einem ausziehbaren Stab ist wirklich praktisch. Ich schneide damit immer die Wassertriebe aus meinen Obstbäumen. Selbst an schwer erreichbaren Stellen ist das damit ein Kinderspiel – ohne auf die Leiter klettern zu müssen. Und natürlich darf eine Hand- und Gartenschere nicht fehlen. Damit schneidest Du Deine Rosen oder Stauden.














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