IM GARTEN: 10 DINGE, DIE DU IM SEPTEMBER ERLEDIGST

Der Herbst ist da und mit ihm die ersten kühlen Nächte. Aber: Wir haben Glück, denn der September schenkt uns noch einige warme Tage. Das ist Balsam für unsere Gärtnerseele. Jetzt können wir noch ohne Angst vor dem nächsten Regenschauer nach Herzenslust pflanzen, schneiden, ernten. Ganz entspannt, ganz gemächlich, gedankenverloren. Auch Bruno genießt noch einmal Sonne und leistet mir bei der Gartenarbeit Gesellschaft. Auch im September muss schließlich einiges im Garten erledigt werden. Damit ich nichts vergesse, habe ich mir wieder fix die 10 wichtigsten Dinge notiert.

Foto: privat
BRUNO UND SEIN GELIEBTES PLANSCHBECKEN. AN HEISSEN TAGEN GIBT’S FÜR IHN NICHTS SCHÖNERES ALS EIN BAD IN DEM GRÜNEN PLASTIKBOOT – AUCH WENN ER NUN EINIGE JÄHRCHEN ÄLTER IST ALS AUF DEM BILD. FOTO: frankskleinergarten.de

 

 

IM SEPTEMBER KOMMEN DIE ERSTEN BLUMENZWIEBELN IN DIE ERDE

Ich hoffe, Du hast Deine Blumenzwiebeln schon beim Händler bestellt. Du weißt ja, die Zwiebeln und Knollen von Frühjahrsblühern wie Tulpe, Narzisse oder Krokus können ab September gepflanzt werden – und der frühe Vogel fängt nun mal den Wurm. Daher solltest Du spätestens jetzt ganz fix Deine Blumenzwiebeln bestellen, bevor die schönsten vergriffen sind. Ich mache das immer im Internet. Beim Online-Händler sind sie eben am günstigsten und die Auswahl ist riesig. Aber bestimmt hast Du daran gedacht und die Lieferung wird bis Ende des Monats bei Dir eintreffen. Die frischen Blumenzwiebeln bringst Du dann am besten ganz schnell in die Erde – sie sollten übrigens doppelt so tief gepflanzt werden wie sie hoch sind. Möchtest Du eher nässeempfindliche Pflanzen wie Tulpen oder Lilien setzen, solltest Du bei einem lehmigen Boden das Loch vorher mit einer Hand voll grobem Bausand ausstreuen. So verhinderst Du Staunässe, die die Zwiebeln faulen lässt.

DU MUSST DICH UM DEINEN RASEN KÜMMERN

Noch ist es angenehm warm, aber die Temperaturen können im September schnell sinken. Daher ist es wichtig, dass Du Deinen Rasen auf eine Höhe von fünf Zentimeter mähst. Ist das Gras länger, kann es bei andauernder Feuchtigkeit faulen. Ist es zu kurz, fehlt den Wurzeln der Kälteschutz. Praktisch: Du kannst jetzt auch schon heruntergefallenes Laub gleich mit aufmähen und tust Deinem Rasen so auch noch einen Mega-Gefallen. Immerhin fördert zu lange liegen gelassenes Laub ebenfalls die Fäulnis. Das schwächt den Rasen und er wird anfälliger für weitere Pilzkrankheiten. Es hilft auch, wenn Du an kritischen Stellen den Boden ein wenig mit der Grabegabel bearbeitest. Dann bekommen seine Wurzeln wieder, was sie unbedingt benötigen: Wasser, Nährstoffe und ordentlich Luft.

Die letzten Rosen blühen. Noch zieht ihr sanfter Duft durch meinen Garten. Jetzt kann ich sie noch einmal mit einem Kaliumdünger verwöhnen. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

IM SEPTEMBER KANNST DU DEINE ROSEN NOCH MIT KALIUM DÜNGEN

Gerade in diesen Tagen solltest Du darauf achten, dass der Boden rund um Deine wertvollen Rosen aufgelockert ist, denn die Wurzeln der Rosen brauchen sehr viel Sauerstoff und Wasser. Bis Mitte des Monats kannst Du sie übrigens auch noch einmal mit einem Kaliumdünger verwöhnen. Das fördert das Verholzen der Triebe und macht Deine Rosen stärker für die kommenden frostigen Nächte. Das Kalium lässt sich übrigens im Zellsaft nieder, setzt dort den Gefrierpunkt herab und macht die Pflanze so insgesamt frostfester.

JETZT SOLLTEST DU DEN BLAUREGEN SCHNEIDEN

Ich finde, Blauregen ist einer der schönsten Wandbegrüner. Keine Frage. Aber leider tendiert er zum Wuchern. Darum ist jetzt ein rigoroser Schnitt der Blüten tragenden Kurztriebe notwendig. Nur so kannst Du verhindern, dass die bis zu acht Meter hoch wachsende Pflanze monströs ausufert. Zwei Monate nach der Blüte solltest Du also alle Seitentriebe auf 30 bis 50 Zentimeter zurückschneiden. Sollten daraus jetzt noch neue Triebe wachsen, brichst Du sie einfach ganz fix vor dem Verholzen ab. So verhinderst Du ein weiteres Wachstum und förderst zudem noch die Knospenbildung.

 

England - Blauregen - September - Franks kleiner Garten
Damit er im kommenden Jahr wieder so schön blüht und duftet: Jetzt solltest Du den Blauregen schnippeln. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

DEINE JUNGEN OBSTBÄUME BENÖTIGEN IM SEPTEMBER MEHR WASSER

Die Obstbäume tragen nun schwer. Sie sind voll mit reifen Birnen, Äpfeln und Pflaumen. Daher brauchen nun vor allem Deine jungen Obstbäume viel, viel Wasser – gerade an trockenen Tagen solltest Du sie ausgiebig gießen. Immerhin ist ihr Wurzelwerk noch nicht so ausgebildet wie bei den bereits etablierten Bäumen. Also sei bitte nicht zu sparsam mit Deinem Wasser.

DIE IGEL BRAUCHEN EIN WINTERQUARTIER

Ab September sind die Stachelritter wieder auf der Suche nach einem kuschligen Zuhause für frostige Wintertage. Wenn Du so einen Igel in Deinem Garten beherbergen möchtest, solltest Du ihm spätestens im September einen geeigneten Unterschlupf anbieten. So eine Höhle lässt sich für den Lütten ganz einfach bauen: An einer geschützten Stelle unter Deinen Sträuchern legst Du etwas trockenes Laub oder Stroh aus, darauf stellst Du eine umgedrehte Obstkiste, an deren schmalen Seiten Du die Wände entfernt hast. Nun deckst Du das Ganze mit trockenem Laub und Zweigen ab. Du musst allerdings darauf achten, dass Du einen etwa 30 Zentimeter langen Laubengang zum Innern der Kiste offen lässt. Und schon hast Du eine wunderbare Igel-Höhle, die bestimmt dankend angenommen wird.

 

Foto: Guschenkova
Stauden wie Rittersporn und Margeriten lassen sich jetzt besonders gut und mit geringem Aufwand teilen. Und im nächsten Jahr blüht es noch bunter in Deinem Garten.  Foto: Guschenkova

 

 

IM SEPTEMBER KANNST DU GANZ BEQUEM DEINE STAUDEN TEILEN

Rittersporn, Lupinen, Margeriten und Phlox lassen sich jetzt ganz einfach durch Teilung vermehren. So lange die Nächte noch frostfrei sind, ist die Gelegenheit dazu günstig. Du musst die Pflanzen nur vorsichtig mit einer Grabegabel ausbuddeln, dann kannst Du sie mit einem flinken Spatenstich unbesorgt teilen. Wieder eingepflanzt hast Du nun Stauden, die im kommenden Jahr schon Deinen Garten an anderer Stelle bereichern werden. Allerdings solltest Du von Stauden, die nun noch so richtig in Blüte stehen, die Finger lassen. Teilst Du sie jetzt, bilden sie vorm Winter eventuell nicht mehr genügend Wurzeln und gehen schließlich ein. Diese Pflanzen solltest Du besser im kommenden Frühjahr teilen.

ACHTUNG BEIM SCHNIPPELN DER HECKE

So manchem Gärtner kribbelt’s jetzt schon ordentlich in den Fingern. Ganz fix wollen sie vorm Winter die Hecke noch in Form schnippeln. Aber Achtung: Noch wird in den Hecken genistet! Ein Rückschnitt ist bis Ende September verboten. Wer dennoch die Schere ansetzt, riskiert eine hohe Geldstrafe. Erlaubt ist allerdings ein leichter Formschnitt. Aber auch auf den würde ich verzichten – den Vögeln zuliebe. Stattdessen kannst Du Dich schon mal um Dein Werkzeug kümmern: Ist die Heckenschere in Ordnung, muss sie vielleicht noch einmal geölt werden? Vielleicht gibt’s jetzt auch ein neues Modell? Ich habe mir gerade eine neue Heckenschere bestellt und zwar die HLA 56 von Stihl. Eine super Heckenschere mit Teleskoparm. So muss ich zum Hecke schnippeln nicht mehr auf die Leiter klettern. Geliefert wird sie Anfang Oktober und dann wird die Hecke mit gutem Gewissen wieder in Form gebracht.

Foto: shutterstock
SO EIN GARTENTEICH IST SCHON WAS FEINES. IN DIESEN TAGEN SOLLTEST DU IHN UNBEDINGT AUF DEN HERBST VORBEREITEN.  FOTO: SHUTTERSTOCK

 

 

DU SOLLTEST JETZT SO LANGSAM DEN GARTENTEICH ABDECKEN

Manchmal duftet es doch schon nach Herbst, oder? Ja, der Herbst kommt mit immer größeren Schritten. Kein Wunder, dass  im September die ersten Laubbäume schon ihre Blätter verlieren. Darum solltest Du schon in diesen Tagen Deinen Gartenteich mit einem Laubschutznetz abdecken. Ansonsten fällt das Laub in den Teich und reichert ihn mit Faulschlamm an.

IM SEPTEMBER: HAUSPUTZ IM NISTKASTEN

Jetzt ist auch der letzte Nachwuchs von Meisen, Spatzen, Zaunkönigen und Kleibern ausgeflogen. Zurück bleibt ein verdreckter Nistkasten, in dem allerdings immer noch das Leben tobt. Schließlich fühlen sich Vogelflöhe, Milben und Zecken dort ganz wohl. Daher solltest Du den Nistkasten nun fix säubern. Eine spätere Reinigung im Herbst könnte schützenswerte Wintergäste wie Hummelköniginnen oder Fledermäuse stören. Aber bevor Du jetzt mit Handschuhen und Besen zur Tat schreitest, klopfe doch bitte vorher an. Denn nur zu oft haben es sich schon „Zwischenmieter“ wie Wald- und Haselmäuse im Nistkasten gemütlich gemacht.

 

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