Hecke - Lavendel - Kirschlorbeer - Hortensien - Franks kleiner Garten

DIE PERFEKTE HECKE – SO KLAPPT’S!

Eine Hecke bietet viel mehr als nur Schutz und Privatsphäre. Sie ist auch Nistplatz für Vogelfamilien, Heimat vieler Insekten und im Winter der schönste Schlafplatz für den Igel. Genügend Gründe, um die richtige Hecke zu setzen. Eine, die jedem etwas bietet. Es muss schließlich nicht immer nur der langweilige und giftige Kirschlorbeer sein – oder? Jetzt ist eine gute Zeit, eine neue Hecke zu planen und zu pflanzen. Worauf Du dabei achten solltest, habe ich Dir hier fix notiert.

 

Foto: shutterstock
Hecken geben unseren Gärten Struktur und machen sich auch als Wegbegleiter sehr gut. Geschickt eingesetzt verleihen sie unserem Zuhause einen romantischen Zauber. Foto: shutterstock

 

 

WELCHE IST DIE RICHTIGE HECKE FÜR DEINEN GARTEN?

Bevor Du Deine neue Hecke setzt, solltest Du Dir unbedingt einige wichtige Fragen stellen: Willst Du eine Hecke, die zwar fix in die Höhe wächst, aber viel Arbeit bedeutet? Oder bist Du bereit, etwas mehr Geld zu investieren? Die teure Variante braucht zwar etwas länger, bis sie die gewünschte Höhe erreicht hat, wird dafür aber nur einmal im Jahr geschnitten. Du solltest auch wissen in welchem Boden sie ihre Wurzeln schlagen wird. Würde sich dort eventuell auch ein anspruchsvolleres Gehölz wohl fühlen? Soll die Hecke im Winter blickdicht sein oder darf sie im Herbst ihr Laub verlieren? Kann es auch eine „bunte“ Hecke werden? Erst, wenn Du diese vielen Fragen beantwortet hast, solltest Du entscheiden, welche Pflanzen Du kaufst. Mein Tipp: Achte unbedingt darauf, dass Deine Hecke andere Pflanzen neben sich toleriert. Nur dann kannst Du zauberhafte Beete in ihrem Umfeld anlegen.

 

 

 

DER BESTE ZEITPUNKT FÜRS SETZEN EINER HECKE

Egal, ob Du Dein komplettes Grundstück mit einer Hecke einfassen willst oder mit ihr „nur“ einzelne Gartenräume schaffst – der Frühling ist ein guter Zeitpunkt, um sie zu setzen. Frostempfindliche Pflanzen wie die Eibe können sich nun unbeschadet einwurzeln und problemlos an ihr neues Plätzchen gewöhnen. Vor allem Heckenpflanzen mit nacktem Wurzelstock kannst Du nun ganz einfach setzen. Du musst wissen: Sie sind wesentlich günstiger als Topf- oder Ballenware. Setzt Du sie jetzt, kann ihnen im Sommer kaum noch etwas passieren. Sträucher mit Topfballen, also die teure Container-Ware, kannst Du sogar noch im Sommer pflanzen. Wichtig: Immer schön gießen. Auch im Herbst. Wenn’s länger nicht regnet, musst Du Deine Heckenpflanzen im Blick haben, sonst geben sie ziemlich fix ihren Geist auf und Du musst neu pflanzen. Mein Tipp: Um ein Austrocknen zu verhindern, lege einen Tropfschlauch in die Hecke und lass abends eine halbe Stunde das Wasser dadurch laufen. Den Pflanzen gefällt’s, Dir erspart das Arbeit.

 

Foto: Anna Elizabeth-photography
Gut geschnittene Hecken sind für formale Gärten am besten geeignet. Sie geben dem Garten einen altehrwürdigen Charme und überlassen anderen Pflanzen die große Gartenbühne. Foto: Anna Elizabeth-photography

 

HECKEN SCHÜTZEN VOR NEUGIERIGEN BLICKEN

Naturhecken sind was Feines, aber als Hintergrund für Deine Pflanzen und den Garten eignet sich eher eine klassische Hecke. Sie überlässt den Stauden und Sträuchern das Rampenlicht. Am häufigsten wird übrigens die Eibe als Hecke eingesetzt. Sie wächst auf gutem Boden überraschend schnell und ist auch im Winter grün und blickdicht. Die Eibe lässt sich zudem kinderleicht in Form schnippeln. Mein Fall ist sie allerdings nicht. Ich bevorzuge die Rotbuche. Sie eignet sich ganz besonders gut für traditionelle Hecken, die in die Höhe wachsen sollen. Im Gegensatz zur Hainbuche, zeigt die Rotbuche sich selbst im Herbst und im Winter nie ganz kahl. Damit hast Du eine wunderbare rostrote Begrenzung – auch im Winter. Erst wenn im Frühjahr das Laub neu austreibt, fallen die alten, toten  Blätter ab. Meistens über Nacht. Im Frühjahr besticht diese Hecke durch ein sattes, frisches Hellgrün und die Vögel halten Einzug und bauen ihre Nester zwischen den Zweigen. Schade: Liguster und Heckenkirsche sind heute kaum noch gefragt, obwohl sie sich gerade im Landgarten hervorragend machen.

 

 

AUCH HECKEN KÖNNEN BLÜHEN UND DUFTEN

Hecken müssen nicht immer nur grün sein. In Norddeutschland zum Beispiel wird gerne der Flieder als Heckenpflanze genutzt. Im Mai verzaubert er mit seinen Blüten, danach schützt sein dichtes Laub vor kühlem Wind. Für eine reizvolle, mittelgroße Hecke könntest Du auch Berberitzen setzen. Mit ihren Dornen hält sie unerwünschte Eindringlinge fern. Ihre bogenförmig überhängenden Triebe tragen im Frühjahr hübsche gelbe Blüten, im Herbst dann purpurviolette Beeren. Hecken aus Feuerdorn haben eine ähnliche Wirkung. Auch sie bringen blütengeschmückte, dornige Triebe hervor und tragen später elegante Früchte. Solltest Du über eine große Menge an Platz verfügen und legst keinen großen Wert auf einen Sichtschutz, kann ich Dir die Kartoffelrose empfehlen. In einer Reihe gesetzt, bildet diese Strauchrose eine verschwenderisch üppige Hecke. Sie wächst ungefähr 1,50 Meter hoch und geht gerne mal 1,20 Meter in die Breite. Toll:  Sie begeistert mit ihren rosa oder weißen Blüten von Frühling bis Sommer und erfreut uns im Herbst mit schönen Hagebutten.

 

 

 

GEMISCHT SIEHT EBENFALLS SEHR SSCHÖN AUS

Auch gemischte Hecken können hübsch aussehen. Vor allem im Herbst, wenn das Laub unterschiedliche Färbungen annimmt. Allerdings musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass so eine Hecke eine optische Unruhe in Deinen Garten bringt. Ein Rosen- oder Staudenbeet würde davor nicht wirklich zur Geltung kommen. Dennoch haben auch diese Hecken ihren Vorteil: Sie sind ein wunderbarer Windschutz, wirken ganz einfach durch ihre Farbigkeit und unterschiedlichen Strukturen, zudem sind sie bei unseren tierischen Freunden sehr beliebt. Wir kennen sie aus ländlichen Regionen, wo sie sich quasi zwischen Garten und Landschaft schieben, um den Wind aufzuhalten. Auch diese Hecken bieten vielen Tieren eine Heimat und dienen als Futterquelle. Zumeist bestehen diese gemischten Hecken aus Weißdorn, Feldahorn, Stechpalme, Rot- und Weißbuche. Du kannst sie gerne um Holunder, Hagebutten und Eschen ergänzen. Später, wenn die Gehölze richtig angewachsen sind und sie fest im Boden stehen, kannst Du sie noch um andere Pflanzen ergänzen, vielleicht mit Waldgeißblatt.

 

Foto: Raffaella Galvani
Gerade in Küstennähe ist die Tamariske als Heckenpflanze sehr beliebt. Im Sommer schmückt sie ihr gefiedertes Laub mit einer Vielzahl von rosavioletten Blüten. Einfach wundervoll! Foto: Raffaella Galvani

 

 

SO WIRD DIE HECKE RICHTIG GEPFLANZT

Achte unbedingt auf den richtigen Pflanzabstand zur Grundstücksgrenze. Da er von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ist, erkundige Dich vorm Setzen unbedingt im Rathaus. Tritt bitte nicht auf den vorbereiteten Boden. Du würdest ihn nur unnötig verdichten. Das erschwert den Pflanzen das Anwachsen. Wenn der Boden feucht ist, lege Dir am besten eine Art Brücke aus Holzplanken bereit, auf der Du stehen und gehen kannst. So wird Dein Gewicht gleichmäßiger verteilt. Vor dem Einsetzen von Containerpflanzen solltest Du sie unbedingt wässern und danach deren Wurzeln auflockern. Dann ab damit ins Pflanzloch, Erde drauf und leicht antreten. Aber nur sehr leicht! Solltest Du wurzelnackte Ware setzen, ziehe die einzelnen Pflanzen bitte vorsichtig aus dem Bündel – bist Du zu ruppig, könntest Du die Wurzeln beschädigen. Schadhafte Wurzeln musst Du bis auf den gesunden Austrieb zurückschneiden. Schließlich breitest Du die Wurzeln vorm Einpflanzen locker aus. Nach dem Pflanzen muss die Hecke ordentlich gewässert werden. Es wäre klug, wenn Du auch noch mulchen würdest, damit der Boden länger feucht bleibt und Dein grüner Sichtschutz besser anwächst. Die Mulchschicht darf gerne bis zu 10 Zentimeter dick sein. Dafür kannst Du alten Rasenschnitt benutzen oder Rindenhäcksel aus dem Gartencenter verwenden. Diese Schicht sorgt übrigens auch dafür, dass in Deiner neuen Hecke kein Unkraut wächst.

 

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6 Kommentare

  • roland
    21. Oktober 2016 18:47

    tch . ich bezeichne das eher als gartenkunst . ich habe eine hecke aus felsenbirne ahorn wildkirschehartriegel,pfaffenhütchen brom-und himbeere.etc gepflanzt.- in wenigen jahren ein vogelparadies

    • admin
      21. Oktober 2016 19:12

      Hallo Roland, das ist auch eine wirklich schöne Pflanzenkombination für Deine Hecke. Das wird bestimmt toll aussehen und voller Leben stecken.

  • reni walther
    22. Oktober 2016 11:49

    Ein schöner, erholsamer Blog – immer wieder gern gelesen. Liebe Wochenend-Grüße aus Berlin
    Reni & ihre vierbeinige Rasselbande 💕

    • admin
      22. Oktober 2016 12:58

      Danke, liebe Reni. Lieb von Dir.

  • Olli E.
    4. November 2020 9:52

    Vielen Dank für den schönen Artikel und auch für den Blog!

    Hier konnte ich mir wirklich gute Tipps holen! Ich habe mich nämlich aus Naturschutzgründen für eine Hecke statt für einen Zaun entschieden. Vermutlich werde ich die Hecke bei http://www.hecken-helge.de bestellen. Finde den Namen echt lustig. MAch weiter so und bis dann!

    LG

    • admin
      5. November 2020 15:49

      Hallo Olli,
      vielen Dank für das liebe Kompliment.
      Herzliche Grüße,
      Frank

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