HÄCKSLER: ERST WIRD’S ZERKLEINERT, DANN DAMIT GEMULCHT

//Werbung// Endlich Frühling! Endlich geht’s wieder los mit der Gartenarbeit! Als erstes wird gehäckselt. Nach dem Heckenschnitt im Herbst, lagere ich immer die Äste und Zweige nämlich immer erst einmal in einer abseitigen Ecke meines Gartens – und zwar so, dass dort der Igel ein wohliges Quartier für einen ungestörten Winterschlaf findet. Sobald der Stachelritter dann ausgeschlafen hat, wird der Häcksler angeschmissen und anschließend gemulcht. So verhindert das herbstliche  Schnittgut ungewolltes Kraut im Beet, hält den Boden im Sommer länger feucht und liefert auch noch Futter für nützliche Lebewesen in der Erde. Worauf Du beim Häckseln achten musst und wie Du anschließend richtig mulchst, habe ich Dir hier notiert.

 

Auch fürs Häckseln suche ich mir ein lauschiges Plätzchen im Garten. Wichtig ist nur, dass der Häcksler sicher steht. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

 

DAS DARF AUF KEINEN  FALL IN DEN HÄCKSLER

Nicht alles aus Deinem Garten darf gehäckselt werden: Obst- und Gemüsereste eignen sich nicht dazu, genauso wenig wie feuchtes Herbstlaub. Auch solltest Du keine Brombeer- und Efeuranken oder Rosen im Häcksler zerkleinern. Das gleiche gilt für Küchenabfälle. Messer und Walze könnten verkleben, der Häcksler verstopfen. Von kranken Pflanzenteilen solltest Du ebenfalls die Finger lassen. Da viele Pilzsporen das Zerkleinern überleben, würdest Du sie im Anschluss durchs Mulchen nur wieder im Beet verteilen und gesunde Pflanzen damit anstecken. Genauso wenig haben Unkräutern wie Giersch etwas im  Häcksler zu suchen. Ihre Wurzelreste könnten mit dem Häckselgut zurück in den Garten gelangen und das fiese Kraut sich so noch schneller ausbreiten.

DAS KANN PROBLEMLOS GEHÄCKSELT WERDEN

Ohne Probleme lässt sich Heckenschnitt von Rot-, Hainbuche oder Liguster im Häcksler zerkleinern. Ebenso kannst Du so die Äste von Zier- oder Obstbäumen weiter verarbeiten. Selbst verdorrte Stauden können gehäckselt werden. Wenn Du auf diese Weise Baumäste zerkleinern willst, achte bitte auf deren Dicke. Vorsichtig solltest Du bei Giftpflanzen wie Eibe oder Thuja sein. Die können zwar grundsätzlich in den Häcksler, allerdings musst Du dabei Handschuhe tragen. Ansonsten könnte es zu Hautreizungen kommen. Hast Du Haustiere solltest Du aufs Häckseln von Eibe und Thuja verzichten. Viele Katzen und Hunde fühlen sich zwar von dem intensiven Geruch der Pflanzen abgeschreckt und meiden sie deswegen, aber verlassen kannst Du Dich darauf nicht. Es gibt schließlich immer wieder Hunde, die mit Freude an den Trieben und Zweigen knabbern – oftmals mit tödlichen Folgen für unsere Fellnasen.

 

Dickere Äste schneide ich mit meiner GTA 26 zurecht, bevor sie in den Häckslwer kommen. Mit dem Mini-Gehölzschneider von Stihl macht das richtig Spaß. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

 

 

SO WIRD RICHTIG GEHÄCKSELT

Grobe und dicke Äste solltest Du auf alle Fälle für den Häcksler zurechtschnippeln. Das kannst Du natürlich mit einer Astschere machen – ich benutze dafür immer meine GTA 26 von Stihl. Mit dem kleinen Gehölzschneider geht’s einfach schneller und es macht irre viel Spaß. Wichtig: Bevor Du mit dem Häckseln beginnst, stellst Du das Gerät auf einen festen und ebenen Untergrund. Vielleicht auf die Terrasse? Der Häcksler soll schließlich nicht bei der Arbeit umkippen. Ich empfehle für die Arbeit festes Schuhwerk, Handschuhe und eine Schutzbrille. Das mindert das Unfallrisiko. Mit bloßen Händen hat man sich an dem groben Schnittgut schließlich schnell verletzt und Vorsicht ist immerhin die Mutter der Porzellankiste. Längere Äste hältst Du beim Einfüllen gut fest, so können sie nicht um sich schlagen. Wichtig: Das Schnittmaterial niemals mit Gewalt in den Häcksler drücken!

DER RICHTIGE HÄCKSLER FÜR MICH

Um das richtige Gerät zu finden, stellst Du Dir eine einfache Frage: Welches Material will ich in der Haupsache zerkleinern? Fallen vor allem harte, holzige Materialien wie das Schnittgut von Hecken, Obstbäumen und Blütensträuchern an, ist ein Walzenhäcksler, der das Häckselmaterial mehr quetscht als schneidet, ideal. Ich habe mir dafür den Stihl Elektro-Häcksler GHE 140 L angeschafft. Er ist schön kompakt, arbeitet leise und kann nach der Arbeit zusammengeklappt und platzsparend verstaut werden. Der GHE 140 L zerkleinert problemlos mittelstarke Äste und Zweige. Ich bin vollkommen zufrieden. Für weiches Pflanzenmaterial solltest Du Dir ohnehin besser einen Messerhäcksler anschaffen. Er schneidet große Mengen Laub oder buschiges Grüngut mit verästeltem Zweigwerk.

Grob gehäckselt kommt der Heckenschnitt ins Beet oder unter die Hecke. Wie immer leistet Bruno mir bei der Gartenarbeit Gesellschaft. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

 

NACH DEM HÄCKSELN WIRD GEMULCHT

Mit Mulch ist eine Bodenbedeckung aus natürlichen, leicht verrottbaren, organischen Materialien gemeint. Die je nach Material mehr oder weniger dicke Schicht schützt den Boden vor Witterungseinflüssen wie Frost, Wind und Regen, verhindert, dass im Boden gespeichertes Wasser im Sommer zu rasch verdunstet und reguliert das Wachstum unerwünschter Wildkräuter. Du musst also weniger gießen, hacken und jäten. Gehäckselter Heckenschnitt eignet sich ganz wunderbar dafür. Aber Achtung: Du solltest das Häckselgut vorm Mulchen immer mit Rasenschnitt mischen, sonst wird der Boden zu sauer und das mögen viele Deiner Pflanzen nicht. Die Mulchschicht sollte übrigens nicht zu dick sein, sonst wird die Luftzirkulation im Wurzelbereich zu stark eingeschränkt und die Pflanzen verkümmern!

FALLS ETWAS ÜBRIG BLEIBT?

Falls Du nicht den ganzen Häcksel zum Mulchen nutzt, kannst Du ihn auch auf dem Kompost entsorgen. Gut untergehoben wird er dort verrotten und sich zu wertvoller und nahrhafter Pflanzenerde entwickeln. Es lassen sich damit aber auch wunderbare Wege im eigenen Garten anlegen. Auf dem Boden entsprechend verteilt, musst Du das grobe Häckselgut nur ordentlich andrücken. So verhinderst Du, dass Dein Gartenweg aus Häcksel vom Unkraut verschont bleibt. Wer weder einen Komposthaufen besitzt noch einen Gartenweg anlegen möchte, der kann das übrig gebliebene Häckselgut natürlich auch über die Biotonne entsorgen.

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