Der Winter ist da, Weihnachten nicht mehr weit. Aber auch im Dezember gibt’s etwas zu tun im Garten. Es sind die kleinen Dinge, die Deine Aufmerksamkeit verlangen. Macht aber nix, denn die Arbeit an der frischen Luft wird Dir gut tun. Vor allem nach dem leckeren Essen an den Festtagen. Versprochen. Es heißt schließlich nicht ohne Grund: Wer rastet, der rostet – oder?

VERGISS DEINE CHRISTROSEN NICHT
In den nächsten Tagen werden die Christrosen ihre Köpfchen öffnen und Deinen Garten rechtzeitig zu Weihnachten mit den schönsten Blüten verzaubern. Ein absoluter Hingucker! Allerdings braucht die kalkliebende Staude während der Blütezeit im Dezember mehr Wasser als im Rest des Jahres. Darauf musst Du unbedingt achten. Also schnapp Dir die Gießkanne und versorge das Pflänzchen an frostfreien Tagen mit reichlich Wasser – vor allem, wenn sie im Wurzelbereich von Bäumen wächst. Dort trocknet der Boden schneller aus, als anderswo.
PFLANZENSCHUTZMITTEL IM DEZEMBER AUSSORTIEREN UND RICHTIG LAGERN
Eigentlich wäre es am schönsten, wenn Du komplett darauf verzichten würdest. Aber zugegeben: Manchmal geht’s einfach nicht. Jetzt ist die beste Zeit, um Deinen Bestand an Pflanzenschutzmitteln zu überprüfen. Ist das Verfallsdatum abgelaufen? Sind die Kartons und Flaschen vielleicht aufgebraucht oder sind nur noch klägliche Reste drin? Dann ab damit zur Schadstoff-Sammelstelle. Einige biologische Pflanzenschutzmittel sind übrigens sehr temperaturempfindlich und sollten deshalb weder Frost noch großer Hitze ausgesetzt werden. In beiden Fällen sind die Mittel anschließend unbrauchbar. Darum ab damit in den Keller. Dort halten sie sich am längsten.

JETZT KÖNNTEST DU DEINEN RHODODENDRON MULCHEN
Damit die Wintersonne den Boden um Deinen Rhododendron nicht so schnell austrocknet, solltest Du den Wurzelbereich unbedingt mit Rhododendronerde oder mit Rindenmulch abdecken, also mulchen. So bleibt der Boden auch im Dezember schön feucht und der Rhododendron bekommt keine kalten Füße. Außerdem ersparst Du Dir so lästiges Unkrauthacken im Frühjahr. Die dicht unter der Erdoberfläche liegenden Rhododendronwurzeln werden es Dir danken. Noch mehr Infos zu diesem Thema findest Du hier.
ACHTE IM DEZEMBER AUF DEINE GELENKE
Dass Gartenarbeit uns entspannt, Stress abbaut und so zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt, wissen wir. Aber wenn Du nicht aufpasst, kannst Du auch Pech haben und nix ist mit Wohlbefinden. Vor allem in diesen Tagen. Darum musst Du Dich unbedingt warm anziehen, wenn Du Dich um den Garten kümmerst. Du solltest auch Pulswärmer tragen, gerne auch um die Knie. Willst Du noch Unkraut zupfen, kniest Du am besten nur auf einem Kneelo, einem Kniekissen. Die gibt’s hier.

AB AUF DIE LEITER UND DIE REGENRINNEN REINIGEN
In so einer Regenrinne sammelt sich ganz fix Laub und Dreck. Vor allem, wenn ganz in der Nähe Bäume wachsen. Wird das Laub dann in die Fallrohre gespült, können die ganz schnell verstopfen. Jetzt ist die beste Zeit, um die Regenrinnen noch vor dem großen Schnee zu reinigen. Und wenn Du schon dabei bist, könntest Du auch gleich ein schützendes Netz oder Gitter darüber spannen. Dann musst Du nicht mehr so oft zum Reinigen auf die Leiter. Du solltest jetzt auch die Kletterpflanzen kontrollieren, die die Regenrinnen hochranken. Du musst wissen: Blauregen oder Trompetenblume haben so viel Kraft, dass sie Fallrohre und Regenrinnen zusammendrücken können!
SCHAU IM DEZEMBER DOCH MAL NACH DEINEN BLUMENZWIEBELN
Ausgebuddelt hast Du die Zwiebeln ja schon, jetzt musst Du noch regelmäßig nach Deinen frostempfindlichen Sommerblühern schauen – auch im Dezember. Denn lagerst Du sie nicht richtig, können Dahlien, Gladiolen und Co. ganz schön schnell Schaden nehmen. Kühl und trocken muss der Raum sein. Am besten ein Keller oder Schuppen. Am wohlsten fühlen sich die Blumenzwiebeln in Holzkisten, die Du mit Sand oder trockener Blumenerde gefüllt hast. Faulige Exemplare musst Du fix aussortieren – sonst stecken sie die anderen an.

SCHÜTZE DEINE TÖPFE VOR FROST
Egal, ob bepflanzt oder nicht: Stehen Deine Terrakotta-Töpfe im Winter draußen, muss auf alle Fälle immer das Regenwasser aus den Gefäßen fließen können. Sonst sprengt der Frost die wertvollen Töpfe. Damit sich das Wasser nicht unterm Topf staut, stellst Du ihn einfach auf kleine Holzböcke, Steine oder auf schicke Terrakotta-Füße. Wenn Du Deine bepflanzten Töpfe dann noch richtig schön und mollig warm einpackst, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Noch mehr Infos zu diesem Thema findest Du hier.
DENKE IM DEZEMBER AN DIE PIEPMÄTZE IN DEINEM GARTEN
In diesen Tagen wird die Nahrung im Garten knapp. Kein Wunder also, dass die Piepmätze im Dezember dankbar für ein zusätzliches Futterangebot sind. Du kannst die einheimischen Vögel grundsätzlich in Körner- und Weichfutterfresser unterscheiden. Beiden solltest Du in Deinem Garten etwas anbieten. Fink und Sperling gehören zum Beispiel zu den Körnerfressern und sind dankbar für Sonnenblumenkörner. Meisen, Rotkehlchen oder Amseln, die zu den Weichfutterfressern zählen, futtern gerne Meisenknödel, Äpfel oder Rosinen und Kleie. Achte bitte darauf, dass die Futterstelle nicht verschmutzt. Noch mehr Infos zu diesem Thema findest Du hier und hier.

DU KÖNNTEST JETZT DIE WURZELAUSLÄUFER VON DEINEM FLIEDER ENTFERNEN
Gerade auf sandigem Boden bildet Flieder gerne viele Ausläufer. So schön Dein Flieder auch sein mag, aber die Ausläufer müssen fix weg. Sonst wuchern sie. Und: Je stärker sie eingewurzelt sind, desto schwieriger sind die Ausläufer zu entfernen. Im Dezember könntest Du damit loslegen. Du musst mit dem Spaten neben jedem Ausläufer tief in die Erde stechen und dann die Wurzeln durch Herunterdrücken des Stiels leicht hochhebeln, um sie zu lockern. Schließlich ziehst Du mit einem heftigen Ruck den Ausläufer aus dem Boden. Am leichtesten lässt sich das Ding dann lösen, wenn Du es zur Mutterpflanze hin abreißt. Noch moch mehr über Flieder erfährst Du hier.
DENK DARAN: WEGE UND HOF IM DEZEMBER IMMER SCHÖN SCHNEEFREI HALTEN
Beachte unbedingt die Räum- und Streupflicht im Winter. Egal, ob Du Hausbesitzer oder Mieter bist, solltest Du sie wahrnehmen. Denn kommt jemand zu Schaden, weil Du sie nicht beachtet hast, kann das zu fiesen Streitereien vor Gericht führen. Es gilt: Schnee und Glätte vor der Tür müssen rechtzeitig, noch bevor der Berufsverkehr einsetzt, beseitigt werden – zur Not auch mehrmals am Tag. Als Streumittel kannst Du gerne Split, Sand oder Sägespäne verwenden. Auf gar keinen Fall Streusalz. Das schädigt die Umwelt und ist ohnehin in den meisten Gemeinden verboten. Und denk daran, die Schneelast von Deinen immergrünen Pflanzen abzuschütteln oder abzukehren. Die Äste könnten unter dem Gewicht brechen. Das gilt eventuell auch für Dein Flachdach der Garage oder Deines Wintergartens sowie das Schuppendach.
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